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„100 Jahr bald uff de Gass – SchwellKöpp bringe Freud und Spass“
Der Saal bebt – Die Schwellkopp‑Party

Der Saal bebt – Die Schwellkopp‑Party

📅 18. Februar 2026 ⏱️ 4 Minuten 👤 Redaktion

Es gibt Fastnachtsabende, die laufen wie geplant. Und es gibt Abende, die wachsen über sich hinaus. Die Schwellkopp‑Party 2026 am Fastnachtsamstag im Drusus‑Saal war eindeutig die zweite Sorte: voll, laut, warm, überraschend – und getragen von einer Energie, die man nicht künstlich erzeugen kann. Der Drusus‑Saal platzte schon früh aus allen Nähten. Menschen, Musik, Stimmen, Farben – alles mischte sich zu einem Klang, der sofort klar machte: Hier wird nicht nur gefeiert, hier wird gelebt. Durch den Abend führte Stefan Fredrich, der Sonnenkönig, mit jener Mischung aus Humor, Haltung und Herz, die ihn seit Jahren zum idealen Gastgeber macht.


Stefan Fredrich moderierte die SchwellKopp-Party

Die närrische Begrüßung setzte den Ton: locker, herzlich, mit einem Augenzwinkern. Doch schon im zweiten Programmpunkt wurde es feierlich. Die stellvertretende Ortsvorsteherin für die Mainzer Altstadt Ilona Mende‑Daum überreichte den Mainzer Stadtorden an Timo Dötsch – eine Auszeichnung, die im Saal sofort auf Resonanz stieß. Timo, seit Jahren eine feste Größe im SKTC‑Kosmos, nahm den Orden sichtlich bewegt entgegen.

Dann kam der Moment, der den Saal zum Klingen brachte: SKTC‑Schwellkopp‑Koordinator Christian Thöma feierte Geburtstag. Der Sonnenkönig würdigte ihn mit einem kurzen, warmen Gruß – und der Saal tat, was ein Saal tun muss: Er sang. Laut, schief, aber voller Herz.

Mit dem Besuch der Mainzer Kinderprinzessin Luise I. samt Gefolge erreichte der Abend früh einen ersten Höhepunkt. Zwei Orden, ein Geschenk, strahlende Gesichter – und ein Vater, der als Präsident des Mainzer Narren Clubs die Szene mit stolzer Gelassenheit begleitete. Mainz liebt seine Traditionen, und dieser Moment zeigte warum.

Benno Hochhaus brachte danach Bewegung in den Saal. Früher mit der Altrheingarde Ginsheim unterwegs, jetzt als Solist – und wie. Stimmung, Polonaise, ein Saal, der sich ohne Widerstand mitreißen ließ. Benno ist einer dieser Künstler, die nicht auftreten, sondern passieren.

Mit NoXcuse folgte eine Hip‑Hop‑Crew, die den Saal in Sekunden elektrisierte. Synchronität, Energie, Präzision – und ein Publikum, das sofort verstand, dass hier eine Formation steht, die Erfolge nicht zufällig sammelt.

Dann wurde es traditionell – und musikalisch historisch. Pit Rösch präsentierte sein neues Lied, das eigentlich ein altes ist: der Jean‑Arthur‑Becker‑Hit „Da wackelt de Dom“. Rösch interpretierte ihn frisch, liebevoll modernisiert und mit jener Mischung aus Humor und Herz, die ihn auszeichnet. Der Saal sang mit, wackelte mit und lachte mit.

Ein zentraler Programmpunkt folgte mit der Ordensübergabe der MCV-Kampagnen-Orden an die SchwellKopp-Träscher des Jugendmaskenzugs durch MCV‑Präsident Hannsgeorg Schönig.

Unter den kleinen Köppen: Paul Meirer, Johanna Thöma, Felix Paruzynski, Anton Huyer, Thea Ludwig, Ema Ludwig, Magdalena Gitter, Leon Göttlinger, Philipp Thöma, Jonatan Gitter, Ben Meirer, Carolin Kiesgen, Anna Göttlinger, Niklas Wolf.

In den großen Köppen: Fried Heßel, David Klein, Nico Götze, Stefan Zollfrank, Mathias Göttlinger, Wolfgang Patschke, Svenja Bergerhoff, Peter Lonnes, Angelika Meirer, Stefan Dötsch, Marko Wolf, Salva Ferrigno, Pia Wilhelmi, Hartmut Raible, Alexander Zalto, Arjuna Mawan, Oliver Petzenhauser, Warren van Hasz, Hardy Ruckert, Rico Korte, Michael Avenarius, Martin Meirer, Stefan Kilian, Tommy Krämer, Michael Rößler, Michael Stemmler, Tobias Kleinort, Timo Dötsch, Kira Küstermann, Christian Thöma und zu guter Letzt – im Rickes, wo sonst – Jonas Kleinort.

Dazu gab es Blumen und Dank an drei Frauen, ohne die der Abend nicht so rund gelaufen wäre: Michaela Dötsch und Jessica Wagner – das Herz des Caterings, sowie Carmen Patschke in der Regie. Ebenso Dank an Philipp Thöma für den guten Ton - die stillen Heldinnen und Helden hinter den Kulissen.

Die Dynamics, seit vier Jahren beim SKTC, verwandelten die Bühne anschließend in eine kleine Welt aus Glücksbringern. Ihr Schornsteinfeger‑Thema war bildgewaltig, präzise und voller Energie. 20 Tänzerinnen, eine starke Trainerin, ein Einmarsch, der sofort fesselte.

Mit Mel & Mama folgte eine Premiere, die sofort zündete. Berda und ihre Mutter Karola erzählten eine kleine Geschichte über das Show‑Biz, über Träume, über Humor – und über die besondere Beziehung zwischen zwei Menschen, die gemeinsam auf der Bühne stehen. Mel, Sängerin bei „Daddy‑L“, zeigte Stimme, Präsenz und Gefühl.

Zum Finale wurde es laut – und zwar im besten Sinne. NoStress, die Meenzer Gugge‑Mussig, brachte den Saal endgültig zum Kochen. Mitten drin: der siebenjährige Nico, der nicht nur mitspielte, sondern auf seinem Schlagwerk ein Solo hinlegte, das den Saal zum Staunen brachte.

Und dann passierte etwas, das nicht im Programm stand: Die Trommler der Prinzengarde marschierten unerwartet ein.  Natürlich mussten sie ihr legendäres Kultstück „Ich bin der Trommler von der Meenzer Prinzengard“ darbieten – und der Saal tobte. Ein spontaner Gänsehautmoment.

Als der Sonnenkönig schließlich die Party offiziell eröffnete, war der Saal längst im Feiermodus.

Es war einer dieser Abende, an denen man spürt, wie viel Herz, Arbeit und Tradition in der Meenzer Fastnacht stecken. Und wie sehr sie lebt, wenn man sie lässt.

SKTC-Narrenkappe

Jugendmaskenzug