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„100 Jahr bald uff de Gass – SchwellKöpp bringe Freud und Spass“
Wenn der Drusus-Saal zum Sonnenkönigreich wird

Wenn der Drusus-Saal zum Sonnenkönigreich wird

📅 9. Februar 2026 ⏱️ 6 Minuten 👤 Redaktion

Sonnenkönig Stefan der I.

Die SKTC-SonnenSitzung 2026

Es gibt Abende, an denen Meenz nicht einfach nur Fastnacht feiert - es zelebriert sie. Die Schwellkopp-Sonnensitzung 2026 war genau so ein Abend. Schon beim Betreten des Drusus-Saals lag ein Knistern in der Luft, das nur entsteht, wenn ein ganzer Saal bereit ist, sich dem närrischen Hofstaat zu unterwerfen. Die Pforten öffneten sich, das eingespielte Team am Einlass begrüßte die Gäste mit routinierter Herzlichkeit - und man spürte sofort: Heute wird’s groß. Der Saal füllte sich, die Stimmung stieg, und der Sonnenkönig - alias Sitzungspräsident Stefan Fredrich - konnte seinen Hofstaat empfangen. Was folgte, war ein Abend voller Musik, Tanz, Witz, Tradition und dieser kleinen magischen Momente, die nur Meenzer Fassenacht hervorbringen kann.

Fun & Dance aus Hechtsheim

Fun & Dance - Cowgirls für den Sonnenkönig

Gleich zu Beginn ritt das Hofballett „Fun & Dance“ ein. Western-Melodien, Cowgirl-Charme, ein Hauch Prärie im Drusus-Saal. Der Sonnenkönig ließ keinen Zweifel daran, dass ohne sein Hofballett kein Einmarsch vollständig wäre. Und das Publikum? Ging sofort mit. Die ersten Helau-Wellen rollten wie selbstverständlich durch den Saal.

Konfetti-Glampfen-Gott Harry Borgner

HarryBo - der Herrscher der Stimmbänder

Dann betrat Harry Borgner die Bühne. Zwei Mikrofonständer, ein Mann – und ein ganzes Arsenal an Stimmen. Der „Konfetti-Glampfen-Gott“ ließ die Stimmbänder tanzen und den Saal kochen. Ein früher Höhepunkt, der zeigte: Heute wird’s königlich.

Die Käsbachfinken aus Kostum

Die Käsbachfinken - ein Moment, der den Drusus-Saal still machte

Und dann kam dieser Augenblick, der nicht einfach nur Programmpunkt war, sondern Herzstück, Heimatgefühl, närrische Identität. Die Käsbachfinken - seit Jahren musikalische Seelenverwandte des SKTC - traten vor, stellten sich in Formation, hoben an … und plötzlich war der Drusus-Saal kein Saal mehr, sondern ein Klangraum voller Tradition. Mit klaren Stimmen, getragen von echter Meenzer Leidenschaft, intonierten sie das diesjährige Kampagnenmotto: „Mir Träscher sind der Träger Trupp, vom Meenzer SchwellKopp Träscher Club“

Ein Motto, das sich nahtlos einreiht in die großen Klassiker des Vereins - allen voran in das legendäre: „Fassenacht ohne SchwellKöpp, ist wie Rosen ohne Montag!“ Und dann - dieser musikalische Geniestreich:  Zur Melodie von Joy Flemings Eurovisions-Hymne „Ein Lied kann eine Brücke sein“ verwandelten die Finken das Motto in eine närrische Ballade, die den Saal wie ein warmer Wind durchströmte. Man sah Narren, die plötzlich still wurden.  Man sah Gänsepelle auf Armen, die eben noch geschunkelt hatten.  Man sah glänzende Augen bei Menschen, die seit Jahrzehnten Fastnacht feiern und trotzdem immer wieder überrascht werden.

Es war einer dieser seltenen Augenblicke, in denen man spürt: Fastnacht ist nicht nur Klamauk.  Fastnacht ist Kultur.  Fastnacht ist Brücke.  Fastnacht ist Zuhause.

Apotheker Jens Baumgärtner

Apotheker & Zibbelkappe - Frohsinn auf Rezept

Apotheker Jens Baumgärtner verabreichte im Anschluss eine Überdosis Frohsinn. Humor-Salben, Lachtabletten, Pointen ohne Rezeptpflicht - der Mann weiß, wie man närrische Symptome behandelt.

Meenzer Zippelkappe

Die Meenzer Zibbelkappe brachten danach frische Lieder und frischen Wind. Ihr Tomatenmark-Ohrwurm sorgte für Standing Ovations und mehrere „uiuiui’s“ - eine Maßeinheit, die nur in Meenz existiert und nur dort verstanden wird.

Protokoller Axel Zimmermann

Protokoll, Altrheingarde und Boom Skihasen - närrische Vielfalt

Protokoller Axel Zimmermann, kurzfristig eingesprungen, lieferte ein Protokoll, das zwischen spitzer Zunge und feinem Humor pendelte. Ein Hofpoet, der weiß, wie man ein Jahr seziert, ohne dass es weh tut.

Altrheingarde Ginsheim

Die Altrheingarde Ginsheim brachte musikalischen Gardeglanz auf die Bühne und besang neben ihren Hits, das "Heimweh" auf ihre Weise, bevor die Boom Skihasen mit einem Ballettbeitrag zwischen Dankesmelodie und Augenzwinkern begeisterten. Ein Auftritt, der zeigte, wie viel Herzblut und Humor in diesem närrischen Ensemble steckt.

Boom, Skihasen Ballett

KapellMainzer musikalischer Humor mit Tiefgang

Ihr Titel „Oh Mainz“ zeigte, dass echte Meenzer Musik nicht an Genregrenzen haltmacht. Ein Lied, das zwar aus dem Rahmen des traditionellen Fastnachtsrepertoires fällt, aber gerade dadurch seinen ganz eigenen Zauber entfaltete.

Herpes House Band

Herpes House Band - Mittelalter-Comedy im Drusus-Saal

Später am Abend wurde es historisch – und herrlich absurd. Die Herpes House Band entführte das Publikum in eine mittelalterliche Heilstube. Der „beste Medicus vom nördlichen Rom“ sorgte für eine närrische Zeitreise, die den Saal zum Brüllen brachte.

Axel Kreisel, Couplet

Couplet, Männerballett und ein Frank Brunswig in Hochform

Alexander Kreisel brachte das Couplet zurück auf die Bühne - satirisch, musikalisch, klug. Ein Auftritt, der zeigte, dass Fastnacht auch feine Klinge kann.

Bad Stage Boys, Raunheim

Dann die Bad Stage Boys aus Raunheim - das Männerballett des Abends. Grazile Ballerinos, die das närrische Weibsvolk begeisterten und den Saal zum Raunen brachten. Ein Höhepunkt der späten Stunde.

Frank Brunswig, Alter Schwede!

Und dann kam Frank Brunswig...

....nicht einfach „Alter Schwede mit 17.000 Mückenstichen“.  Nein - ein Vollblutfastnachter, der seit Jahren weiß, wie man einen Saal packt. Seine Bütt war ein Feuerwerk aus Timing, Selbstironie und dieser unverwechselbaren Brunswig’schen Art, die das Publikum sofort einfängt.  

Er lieferte eine seiner stärksten Leistungen der letzten Jahre - und der Saal dankte es ihm mit langem, ehrlichem Applaus.

TMS, Tanzen macht Spaß

TMS-Fastnachtsballett & Finale - ein königlicher Ausklang

Das TMS-Fastnachtsballett, das sein 44-jähriges Jubiläum feierte, brachte noch einmal tänzerische Eleganz auf die Bühne. Ein Auftritt, der den Saal zum Glühen brachte.

Und dann kam das große Finale - ein Finale, das nicht nur laut, sondern auch zutiefst persönlich war.  

Anja & Peter Lonnes

Peter Lonnes, im SchwellKopp „Schorsch“, griff noch einmal das Kampagnenmotto auf. Doch er tat es nicht allein: An seiner Seite stand seine Gattin Anja, im Kinderschwellkopp „Laura“. Gemeinsam präsentierten sie das Motto in einer liebevollen, fast schon familiären Version - zur Melodie des Kultklassikers „Im Wagen vor mir“. 

Ein Duo, das den Saal sofort für sich gewann:  Schorsch mit sonorer, närrisch-verschmitzter Stimme, Laura mit warmem Timbre und einem Charme, der selbst die hintersten Reihen erreichte.  Der ganze Saal schunkelte, lachte, sang - und man merkte, wie sehr dieses Motto die SchwellKopp-Gemeinde „träscht“.

Das Finale mit dem Spielmanns und Fanfarenzug der Mainzer Ranzengarde

Im Anschluss marschierten 40 Gardisten vom Spielmanns- und Fanfarenzug der MRG, auf die Bühne. Ein Klangteppich, der den Drusus-Saal erzittern ließ und den Abend würdig beschloss. Ein Finale, das zeigte, warum die SonnenSitzung jedes Jahr aufs Neue ein närrisches Märchen ist.


Mit einem strahlenden „Helau!“ und einem königlichen Zwinkern danken wir:

- Ordensprinzessin Johanna Thöma – für Glanz, Würde und ein Lächeln, das die Bühne verzaubert.
- Technik-Titanen Torsten Puschies und Philipp Thöma – für Strom, Licht und Magie hinter den Kulissen.
- Backstage-Bewahrer Wolfgang Erb und Leon Göttlinger – für Ruhe im Trubel und Ordnung im närrischen Chaos.
- Regie-Rakete Carmen Patschke – für Timing, Takt und den dramaturgischen roten Faden.
- Musiker Michael Horber – für Töne, die Herzen hüpfen lassen.
- Fanfaris Michael Stemmler, Armin Büttner, Salva Ferringo und Bernd Laufersweiler – für Klang, Kraft und königlichen Trompetenzauber.

Ihr seid das Rückgrat der SonnenSitzung – mit Fastnacht im Blut und Herz für den Verein. Ein dreifach donnerndes: SKTC – Helau!

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